Fortbildung - Öffentliche Veranstaltungen


Fortbildungsprogramm  2017 / 18

am IPB, Helgoländer Ufer 5



Liebe?

Die Liebe versteht sich von selbst. Aber sie ist doch auch ein fragwürdiges Gefühl. Sie wird gleichermaßen gepriesen wie belächelt, idealisiert wie verflucht. Sie wird als reines, befreiendes, wahres Gefühl geschildert, aber sie macht auch sentimental und erpresserisch. Sie gibt uns Kraft, aber sie macht uns schwach. Die widersprüchliche und scheinbar irrationale Natur der Liebe fordert geradezu heraus, kritisch hinterfragt zu werden. Aber es gibt ein Widerstreben gegen die Analyse der Liebe, denn Liebesideale, Hoffnungen, Gewissheiten könnten zerstört werden.

In der Psychoanalyse wird die Liebe als das Verbindende, Haltende gesehen und wird als Liebestrieb dem Todestrieb gegenübergestellt, dem Trennenden, Zerstörerischen. Liebe und Hass bedingen sich also gegenseitig. Hilft das weiter beim Verstehen der Liebe? Die Referenten versuchen, das Erleben der Liebe und ihre verschiedenen Ausdrucks- und Erscheinungsformen mit Hilfe psychoanalytischer Ansätze zu begreifen.

Eintritt jeweils 10 €, ermäßigt: 5 €



Mittwoch
20.9.2017
20:30 Uhr
Eintritt: 10,-

Katharina Bakker, Inge Kley

Ist's Liebe?



‚Ich liebe Dich' - was bedeutet das? eine Beschwörung? Versicherung? ein Geständnis? Anhand von Beispielen aus Literatur (s. Hustvedt: Was ich liebte) und Oper (Mozart: Le Nozze di Figaro und Cosi fan tutte) wird versucht, die Täuschungen der Liebe und unsere Täuschungen über die Liebe auszuleuchten und das Wesen der Liebe zu begreifen.

Dipl.-Psych. Katharina Bakker ist als Psychoanalytikerin (DPG), niedergelassen in Stahnsdorf. Sie ist Dozentin am IPB.
Dipl.-Psych. Inge Kley ist als Psychoanalytikerin (DPG/ IPV) niedergelassen, sie ist Dozentin, Supervisorin und Lehranalytikerin am IPB..


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Mittwoch
15.11.2017
20.30h
Eintritt: 10,-

Andrea Link

Homosexualtität und das (Un-)Verständnis der Psychoanalyse


Homosexualität erfuhr seit Freud einerseits vage Anerkennung als Vielfalt menschlicher Sexualität, andererseits Stigmatisierung als Krankheit und Perversion. Der wechselvolle Blick der Psychoanalyse auf männliche und weibliche Homosexualität hat Theorien hervorgebracht, die im Überblick dargelegt und diskutiert werden.

Dr. med. Andrea Link ist Biologin, Psychoanalytikerin (DPG/ IPV) in eigener Praxis in Berlin und Dozentin am IPB..

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Freitag
01.12.2017
20:30 Uhr
Eintritt: 10,-€

Izabela Gogolewska, Andrea Link

Liebe in Zeiten des Leidens

Filmvorführung*, Referat und Diskussion

Der Regisseur Michael Haneke entfaltet in diesem Film (2013) die faszinierende und erschreckende Natur der Liebe am Ende des Lebens. Die Referentinnen entwickeln Gedanken zum Film anhand des psychoanalytischen Konzepts der inneren Objekte.

* Veranstaltungen der nichtgewerblichen Filmarbeit unterliegen einem Werbeverbot. Der Filmtitel kann telefonisch/ per Mail erfragt werden.

Dr. med. Izabela Gogolewska ist Psychoanalytikerin in eigener Praxis in Berlin, Dozentin, Supervisorin und Lehranalytikerin am IPB.
Dr. med. Andrea Link ist Biologin, Psychoanalytikerin in eigener Praxis in Berlin und Dozentin am IPB..

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Mittwoch
21.2.2018
20:30 Uhr
Eintritt: 10,-€

Eva Heinle-Schneider

Zuwendung der Mutter - Matrix der Kultur. Vergleichende Beobachtungen zur frühkindlichen Stressregulation


Wie beruhigen Mütter in Uganda ihre Babys in angstauslösenden Situationen? Vorstellung einer Forschungsstudie und Vergleich mit Mutter-Kind-Interaktionen unserer westlichen Kultur. Lässt sich ein Zusammenhang herstellen, zu, sozialen Verhalten, das in einer Kultur erwartet wird?

Eva Heinle-Schneider ist Psychoanalytikerin und für Ärztin für Allgemeinmedizin und Psychosomatik. Ihr Spezialgebiet ist die Eltern-Säuglings-Kleinkindtherapie..

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Freitag
16.3.2018
18.30 h !!
Eintritt: 10,-

Paola Acquarone, Ernst Wolfgang Wäschle

Virtuelle? Liebe?

Filmvorführung*, Referat und Diskussion

Der Film von Spike Jonzes (USA 2013) erzählt von der Liebe zu einem selbstgeschaffenen Avatar. Einem Betriebssystem, das die Sehnsüchte seines Users in Algorithmen fasst und erwidert. Einem Geschöpf, das sich nach den Wünschen seines Schöpfers formt, sie steigert und befriedigt. Lieben wir wirklich anders? wirklichere Andere? Eine verstörende Liebesgeschichte.
* Veranstaltungen der nichtgewerblichen Filmarbeit unterliegen einem Werbeverbot. Der Filmtitel kann telefonisch/ per Mail erfragt werden.
Dipl.-Psych. Paola Acquarone ist Psychoanalytikerin und in Berlin niedergelassen. Sie ist Dozentin und Supervisorin am IPB.
Dipl.-Psych. Ernst Wolfgang Wäschle ist als Psychoanalytiker niedergelassen, er ist Dozent am IPB..

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Mittwoch
18.4.2018
20.30 h
Eintritt: 10,-

Benigna Gerisch

‚Liebe ist, dass Du das Messer bist, mit dem ich in mir wühle‘

Passionen der Selbstverwerfung und Selbstentwürfe bei (suizidalen) Frauen


Verzweifeln Frauen anders an der Liebe als Männer? Hat die obsessive Liebenssehnsucht nicht nur eine destruktive, sondern auch eine stabilisierende Funktion? Anhand von Fallvignetten und Beispielen aus der Belletristik wird die Klammer von Weiblichkeit, Leidenschaft, Obsession und Suizidalität untersucht.
 
Prof. Dr. Benigna Gerisch, ist Psychoanalytikerin und seit 2009 Professorin für Klinische Psychologie und Psychoanalyse an der IPU Berlin. Sie hat 21 Jahre in einer Ambulanz mit Hochrisikopatienten gearbeitet.


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Mittwoch
16.5.2018
20.30h
Eintritt: 10,-

Bettina Ganse

Wo die wilden Kerle wohnen: Wer nicht hassen kann, kann auch nicht lieben

Eine Entwicklungsgeschichte der Gefühle und eine Geschichte der Entwicklung der Introjekte. Am berühmten Bilderbuch von Maurice Sendak nachgezeichnet.

Dr. Bettina Ganse ist als Psychoanalytikerin und Gruppenanalytikerin niedergelassen, sie ist Dozentin am IPB.

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Mittwoch
20.6.2018
20.30 Uhr
Eintritt: 10,-

Paola Acquarone, Gabriele Schulte-Sasse

Liebe-s-Verlangen. Psychoanalytisches Nachdenken über einen Fall von Liebesraubmord


Ausgehend vom gerichtlichen Urteil rekonstruiert der Vortrag den biographischen und innerpsychischen Pfad, der zur schweren Beziehungstat führte: Warum konnte die unheilvolle Dynamik von Unterwerfung, Abhängigkeit und Wut nicht rechtzeitig gestoppt werden? Was machte - „bei aller Liebe" - den Mord so zwingend?

Dipl.-Psych. Paola Acquarone ist Psychoanalytikerin und in Berlin niedergelassen. Sie ist Lehranalytikerin, Dozentin und Supervisorin am IPB.
Gabriele Schulte-Sasse ist Psychologiesche Psychotherapeutin.
Beide Referentinnen haben lange Zeit als Psychotherapeutinnen im Strafvollzug gearbeitet.
 
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Aktueller Informationsabend


Aus- und Weiterbildung am IPB

Do, 18.01.18
20:15 Uhr

Do, 19.04.18
20:15 Uhr


Lange Nacht der Wissenschaften

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Wissenschaftliches Programm 2017

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