Fortbildung - Öffentliche Veranstaltungen

Fortbildungsprogramm  2016 / 17

am IPB, Helgoländer Ufer 5



Über Schönheit und Das Böse

Eröffnen werden wir die Reihe mit einem Vortrag über Schönheit. Prof. Dieter Schnebel, Komponist, Musikwissenschaftler und Theologe, hat unsere Einladung angenommen, zu uns über diesen nicht unproblematischen, „schillernden" Begriff zu sprechen.
Fortsetzen werden wir den Veranstaltungszyklus mit dem Thema „Das Böse". Erschrocken, entsetzt, verstört reagierten wir in den letzten Monaten auf Bilder und Nachrichten von Grausamkeit und Zerstörungswut. Unter diesem Eindruck haben wir entschieden, uns im diesjährigen Programm mit dem Bösen zu beschäftigen. Wir möchten versuchen eine Vorstellung von der inneren und äußeren Welt zu erarbeiten, in der kalte Brutalität möglich ist. Es wird darum gehen, das Böse in uns selbst zu untersuchen und unsere Vorstellung vom „Bösen" zu begreifen.

Eintritt jeweils 10 €, ermäßigt: 5 €



Mittwoch
21.9.2016
20:30 Uhr
Eintritt: 10,-

Prof. Dieter Schnebel
SCHÖNHEIT - MUSIK: REFLEXIONEN ÜBER EINEN SCHILLERNDEN BEGRIFF (MIT MUSIKBEISPIELEN) 

„Der Begriff ‚Schönheit' ist in der modernen Kunst und zumal in der musikalischen Avantgarde problematisch. Ich habe mir - im Laufe eines Jahres - immer wieder Gedanken gemacht, auch philosophische und theologische. Aber letztlich ging es doch um Musik - und so ist aus dem zweiten, ihr gewidmeten Teil des Essays eine kleine Musiklehre geworden."

Prof. em. Dr. Dr. h.c. Dieter Schnebel ist Komponist, Musikwissenschaftler und Theologe.

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Mittwoch
23.11.2016
20.30h
Eintritt: 10,-

Carsten Pilzecker und Ernst-Wolfgang Wäschle
DAS BÖSE - EINE PSYCHOANALYTISCHE ANNÄHERUNG

Wie wollen wir das Böse gern sehen? Und wie können wir unsere Sichtweisen des Bösen analytisch verstehen? Gibt es ein psychoanalytisches Verständnis des Bösen? Diesen und ähnlichen Fragen wollen wir in unserem Gespräch nachgehen und anschließend zur Diskussion einladen.

Dipl. Psych. Carsten Pilzecker ist als Psychoanalytiker (DPG) in eigener Praxis in Berlin niedergelassen.

Dipl. Psych. Ernst-Wolfgang Wäschle ist Psychoanalytiker (DPG), niedergelassen in eigener Praxis in Berlin, Leiter der Ambulanz und Dozent am IPB.

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Mittwoch
18.1.2017
20:30 Uhr
Eintritt: 10,-€

Ulrike May
DER TODESTRIEB UND DAS BÖSE. WEGE UND IRRWEGE EINES FREUD'SCHEN BEGRIFFES

Freud wollte von Anfang an eine Antwort auf die Frage finden, wie es kommt, dass wir anderen Menschen, und gerade auch solchen, die wir lieben, den Tod wünschen. Erst sehr viel später postulierte er einen Todestrieb und bald darauf einen Aggressionstrieb. Am Todestrieb hielt er sein Leben lang fest, doch war er sich bis zuletzt unsicher, was vom Aggressionstrieb zu halten ist. Wie lässt sich das verstehen? Und was hat das Böse mit dem Todes- und was mit dem Aggressionstrieb zu tun?

Dr. U. May (DPV/IPV) ist Psychoanalytikerin in eigener Praxis in Berlin. Sie ist Autorin diverser Publikationen zur Geschichte der psychoanalytischen Theorie und Praxis.

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Mittwoch
15.2.2017
20:30 Uhr
Eintritt: 10,-€

Doris Bolk-Weischedel
ASPEKTE DES BÖSEN IN „DER BESUCH DER ALTEN DAME" VON FRIEDRICH DÜRRENMATT

Die Katastrophe einer verratenen Liebe wird zum Drama einer ganzen Stadt. Im Vortrag werden die Wurzeln des „Bösen" und seine Folgen aufgespürt. Videoausschnitte aus einer Theater-Aufführung regen zum Miterleben und zum Gespräch an.

Dr. med. Doris Bolk-Weischedel ist Nervenärztin, Ärztin für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalytikerin (DPG), Dozentin, Lehranalytikerin und Ehrenvorsitzende des IPB.

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Mittwoch
15.3.2017
20.30 h
Eintritt: 10,-

Helmut König
HANNAH ARENDT ÜBER DAS BÖSE
Mit ihrem Buch über den Eichmann-Prozess und über die „Banalität des Bösen" löste H. Arendt Anfang der 1960er Jahre die erste große internationale Debatte über das Wesen des Nationalsozialismus und der totalen Herrschaft aus. Der Vortrag wird einige Gesichtspunkte zu H. Arendts Aussagen über das Böse und über das Gute beleuchten und in den Kontext ihres Werks stellen.

Prof. Dr. Helmut König ist Professor für Politische Theorie und Ideengeschichte an der RWTH Aachen und Mitherausgeber der Zeitschrift Leviathan. Zeitschrift für Sozialwissenschaft. Er ist Autor zahlreicher Buch-, Aufsatz- und Zeitungsveröffentlichungen, insbesondere zu Fragen der Erinnerungskultur und des Umgangs mit belastender Vergangenheit sowie zur politischen Theorie Hannah Arendts.

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Mittwoch
17.5.2017
20.30 h
Eintritt: 10,-

Ernst-Wolfgang Wäschle
UNE JEUNESSE ALLEMANDE – EINE DEUTSCHE JUGEND
Dokumentarfilm/Frankreich, Schweiz, Deutschland 2015
; Regie: Jean-Gabriel Périot
(FILM/Ausschnitte, VORTRAG UND DISKUSSION)

Die Bundesrepublik Deutschland von den Anfängen der Studentenbewegung bis zur RAF. Der Film beeindruckt in der Art und Weise, wie er sein Material sprechen lässt, ohne es auf eine bestimmte Deutung zu reduzieren. So entfaltet sich ein Spektrum von Idealismus und Gewalt, das dem Zuschauer die Irritation zumutet, sich in einem lebendigen Geschehen zu orientieren und dabei klare Kriterien zu seiner Beurteilung entbehren zu müssen.

Dipl. Psych. Ernst-Wolfgang Wäschle ist Psychoanalytiker (DPG), niedergelassen in eigener Praxis in Berlin, Ambulanzleiter und Dozent am IPB.


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Mittwoch
21.6.2017
20.30h
Eintritt: 10,-

Hans-Jürgen Wirth
KOLLEKTIVES MORDEN – VERSUCH, DAS RADIKAL BÖSE ZU VERSTEHEN
Wie werden aus normalen jungen Männern Massenmörder? In der Genozid- Forschung stehen sich zwei Erklärungsansätze diametral gegenüber: Während der eine von Hanna Arendts Diktum der „Banalität des Bösen" ausgeht, führt der psychoanalytisch fundierte Ansatz die gleichen Handlungen auf den „bösartigen Narzissmus" (Otto Kernberg) zurück. Hans-Jürgen Wirth unternimmt den Versuch, beide Ansätze in einer sozialpsychologischen Theorie zu integrieren.

Prof. Dr. rer. soc. habil. Hans-Jürgen Wirth (DPV, DGPT) ist als Psychoanalytiker und psychoanalytischer Familientherapeut (BvPPF) in eigener Praxis in Gießen tätig. Er lehrt Sozialpsychologie an der Universität Frankfurt a.M. und ist Gründer des Psychosozial-Verlages. Publikation: Narzissmus und Macht. Zur Psychoanalyse seelischer Störungen in der Politik.

 


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Aus- und Weiterbildung am IPB

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