Fortbildung - Öffentliche Veranstaltungen


Vortragszyklus 2018 - 19

Körper - Phantasien - Generativität


Der Körper ist der konkrete Ort aller Wahrnehmung und Erfahrung, er ist die Quelle der Affekte, Raum des Denkens und Basis unendlich vieler gespeicherter Erinnerungen. In der Begegnung mit dem eigenen und dem Körper des Anderen entwickeln wir die Vorstellung, mit deren Hilfe wir ein ICH konstruieren.
Die Beiträge befassen sich mit den inneren (und auch äußeren) Konflikten, die durch das Körper-Erleben: dessen Begrenztheit und Verschiedenheit, durch Schwangerschaft, durch Eltern- und Großelternschaft - oder deren Versagen - entstehen und bewältigt werden müssen. Die Generativität verweist auf eine potentiell fast unendliche Kette von Vorfahren und Nachkommen, aber sie konfrontiert auch mit der Ohnmacht und Endlichkeit des Körpers und des Ich. Wir wechseln bei diesen Vorträgen von der uns eher vertrauten Perspektive des sich entwickelnden Kindes zur Perspektive des sich entwickelnden Erwachsenen.

Mittwoch
19.9.2018, 20.30h

Ada Borkenhagen

DAS BILD DER ‚SCHÖNEN FRAU' ALS ABWEHR DER TODESDROHUNG - ASPEKE ZUM WEIBLICHEN AKT

Männliche und weibliche Nacktheit signalisiert Unterschiedliches, ja Gegenteiliges in der Kunst. Mit der Vereinseitigung des Blick­ver­hältnisses im weiblichen Akt kommt es auch zu einer Fetischisierung des weiblichen Körpers, als Funktion einer narzisstischen Angstabwehr.

PD Dr. phil. habil. Dipl.-Psych. Ada Borkenhagen, niedergelassen als Psychoanalytikerin (DPG/ IPV) in Charlottenburg; Dozentin, Supervisorin und Lehranalytikerin am IPM Magdeburg. Forschungsschwerpunkt: geschlechtsspezifische Einstellungen und Erlebensweisen des Körpers (Otto-von-Guericke-Universität, Magdeburg)

Eintritt 10 €, ermäßigt 5 €


Mittwoch
21.11.2018, 20.30h

Bettina Ganse, Claudia Heinze

„ICH FÜHLE EINE NEUE WELT IN MIR ENTSTEHEN." PAULA MODERSOHN-BECKER UND IHR SELBSTBILDNIS AM 6. HOCHZEITSTAG, 1906

Der erste weibliche Selbstakt der Kunstgeschichte zeigt die Künstlerin schwanger - ohne schwanger zu sein. Wie ist das Bild entstanden und wie lässt es sich verstehen? Ergänzend werden einzelne Aspekte psychoanalytisch vertieft.

Dr. phil. Dipl.-Psych. Bettina Ganse, niedergelassen als Psychoanalytikerin (DPG) und Gruppenanalytikerin (D3G) in Lichterfelde-West, Dozentin am IPB
Claudia Heinze B.A., Master of Education Studentin UdK, Cranachstr. 15, 12157 Berlin

Eintritt 10 €, ermäßigt 5 €


Mittwoch
23.1.2019, 20.30h

Katharina Bakker

VOM SIEBTEN HIMMEL IN TEUFELS KÜCHE

Durch die Schwangerschaft der Analytikerin kommt das analytische Paar in eine Krise, die bei beiden sehr spezifische Abwehrmechanismen aktiviert. Kann die analytische/ therapeutische Haltung bewahrt werden angesichts dieses 'Einbruchs der Realität' - und wie?

Dipl.-Psych. Katharina Bakker, niedergelassen als Psychoanalytikerin (DPG) in Stahnsdorf; Dozentin am IPB

Eintritt 10 €, ermäßigt 5 €


Freitag
22.2.2019, 19.00h

Stefanie Rosenfeld

GROẞE MUTTER? GROẞER VATER? DAS SPANNUNGSFELD DER GENERATIVITÄT IM ALTER UND SEINE HERAUSFORERUNGEN

Das Erleben der Generativität im Alter, die Großelternschaft, wird häufig idealisiert und in seiner Konflikthaftigkeit nicht wahr genommen. Jedoch werden in dieser Schwellensituation psychosexuelle Konflikte reaktiviert, besonders die um den ödipalen Themenkreis.

Dr. med. Stefanie Rosenfeld, niedergelassen als Psychoanalytikerin in Düsseldorf (DPG/ DPV/ IPV) Dozentin, Supervisorin, Lehranalytikerin am IPD, Düsseldorf

Eintritt 10 €, ermäßigt 5 €


Mittwoch
20.3.2019, 20.30h

Rita Marx

GLEICHGESCHLECHTLICHE ELTERNSCHAFT. ERFAHRUNGEN UND HERAUSFORDERUNGEN FÜR DIE PSYCHOANALYSE

Gleichgeschlechtliche Elternschaft wird immer ‚normaler'. Das stellt unsere Konzepte und Denkstrukturen, die von der ‚Vater-Mutter-Kind-Familie' ausgehen, in Frage. Was bewirkt diese Verunsicherung? Es scheint notwendig, dass wir uns einen innerpsychischen Raum für Denken erarbeiten, der die Heteronormativität, die unserem Denken zugrunde liegt, überschreitet.

Prof. Dr. phil. Dipl.-Psych. Rita Marx, niedergelassen als Psychoanalytikerin (DPV) in Berlin-Friedenau; Forschungsschwerpunkt: Frühpädagogik, Familie (FH Potsdam)

Eintritt 10 €, ermäßigt 5 €


Mittwoch
22.5.2019, 20.30h

Ronald Schelte

VÄTER 2.0 - ERKUNDUNGEN IN EINEM RANDGEBIET DER PSYCHOANALYSE

Anhand von Szenen aus Filmen, Romanen und Fallvignetten aus Behandlungen wird das Selbsterleben heutiger Väter erkundet und anhand von psychoanalytischen Konzepten zur Väterlichkeit untersucht.

Dipl.-Psych. Ronald Schelte, niedergelassen als Psychoanalytiker (DPG) in Berlin-Kreuzberg, Dozent und Supervisor am IPB

Eintritt 10 €, ermäßigt 5 €


Mittwoch
19.6.2019, 20.30h

Bettina Ganse

DIE SCHWANGERE, IHRE INNERE MUTTER UND DAS KIND

In der Schwangerschaft wird der eigene Körper zum Mutterkörper. Das Verhältnis der Schwangeren zur inneren Mutter wird neu belebt und verändert. Kann eine Versöhnung mit der Mutter gelingen oder muss das Kind sogar der eigenen Mutter "geopfert" werden? Als Fallvignette wird eine „Märchenschwangere", Rapunzels Mutter, vorgestellt.

Dr. phil. Dipl.-Psych. Bettina Ganse, niedergelassen als Psychoanalytikerin (DPG) und Gruppenanalytikerin (D3G) in Lichterfelde-West, Dozentin am IPB

Eintritt 10 €, ermäßigt 5 €




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